Was ist ein Schmerzgedächtnis und wie hilft uns mentales Training?



Durch die dauerhafte Konzentration auf unseren Schmerz und die negative Bewertung dessen, entstehen im Gehirn Nervenverbindungen, die du dir wie „Trampelpfade“ vorstellen kannst. Ständige Wiederholung und negative Emotionen zu deinem Schmerz hinterlassen dabei immer stärkere Spuren im Gehirn. Die Trampelpfade werden breiter. Durch das Erleben von Schmerz in Alltagssituationen und das Verbinden mit Gedanken und Gefühlen, gerätst du beim nächsten Auftreten der entsprechenden Situation automatisch wieder auf deine eigenen Schmerztrampelpfade. Das alte Muster wird gestartet, welches dir erneut den Schmerz signalisiert. Dabei ist es egal, ob die Schädigung überhaupt noch vorhanden ist oder nicht. Diese „falschen“ Verknüpfungen und Rückkopplungen erinnern dich immer wieder an deinen Schmerz und er rückt permanent in den Fokus deiner Aufmerksamkeit. So entsteht das Schmerzgedächtnis.


Wenn du mehr über die Entstehung von Schmerzen wissen möchtest, dann schau in meinem vorherigen Artikel zum Thema vorbei.


“Körper und Geist sind also untrennbar!”


Was ist Mentales Training und wie hilft es uns weiter?

Durch Mentales Training kann eine Umprogrammierung alter Gewohnheiten entstehen. Die alten „Trampelpfade“ im Gehirn werden dabei durch neue und gesündere Gewohnheiten überschrieben. Wie kann das funktionieren?


“90% deiner Handlungen, Gedanken und Gefühle geschehen unterbewusst!”

Nur 10% nehmen kannst du bewusst beeinflussen. Wenn du nun aber die Möglichkeit bekommst, auch noch die 90% Unterbewusstsein zu nutzen, dann hast du die Möglichkeit neue Trampelpfade zu erschaffen und in deinem Gehirn zu programmieren. Durch diese Wiederholungen können sich neue Nervenverbindungen formen und die Schmerztrampelpfade werden überschrieben.


Dieses Phänomen nennt sich Neuroplastizität. Das Gehirn hat die Fähigkeit sich neuen Voraussetzungen und Anforderungen anzupassen.


Aber wie werde ich meine Schmerzen denn jetzt konkret los?

Lass dich darauf ein und fühle in deinen Schmerz hinein. Wenn du erkannt hast, dass deine Gedanken und Gefühle deinen Schmerz ausmachen, dann weißt du, dass sich deine Schmerzwahrnehmung verändern lässt, wenn sich deine Gedanken und Gefühle verändern!


Akzeptiere und nimm deinen Schmerz an.

Die Spuren im Gehirn lassen sich nicht löschen, aber neue stärkere Trampelpfade, also Nervenverbindungen können entstehen, die dann anstelle der alten Schmerzwahrnehmung abgerufen werden können.


“Entwickle ein neues positives Mindset & schaffe neue Nervenverbindungen!”


Praktisch bedeutet das, dass du mit Affirmationen arbeiten kannst. Das sind positive Verstärkungen. Die von negativ zu positiv veränderten Glaubenssätze werden wiederholt und vor deinem inneren Auge visualisiert. Wenn du dann diese inneren Bilder mit Emotionen füllst, werden sie noch wirkungsvoller.

Du kannst auch Meditationen nutzen, z.B. beim Bodyscan den Schmerz zulassen ohne ihn negativ zu bewerten.


“Beobachte und lasse los!”

Sei geduldig und erwarte keine Wunderheilung. Je länger der chronische Schmerz besteht und je mehr und deutlicher die Schmerztrampelpfade in deinem Gehirn vorhanden sind, desto länger dauert es, neue Nervenverknüpfungen zu knüpfen und diese dauerhaft zu verankern.


“Benenne den Schmerz um! Er ist „nur“ eine intensive Gefühlswahrnehmung.”


Unterbreche die Negativspirale! Eine pessimistische Sichtweise und sich ewig wiederholende negative Gedanken verschlimmern die Beschwerden und blockieren den Heilungserfolg!

Die Neuroplastizität funktioniert aber auch umgekehrt: Deshalb sei überzeugt von einer Besserung! Verändere deine Glaubenssätze und wiederhole positive Gedanken für deinen Heilungserfolg.

Unser Gehirn ist sehr schlau und allein durch deine Gedanken können Körperprozesse aktiv werden, also auch Schmerzprozesse gehemmt werden!


“Du bist nicht der Schmerz! Erst durch deine eigene Bewertung wird die unangenehme Wahrnehmung zum Schmerz!”


In meinem Onlinekurs “Kieferbeschwerden ganzheitlich lösen”, kannst du noch mehr zum Thema Schmerzen und Mentales Training lernen.

Dort bekommst du auch meinen neuen Schmerz-Guide.

Trage dich gerne auf die Warteliste ein, damit ich dich unverbindlich informieren kann, wenn ein neuer Kurs startet.


In diesem Sinne wünsche ich dir viele neue und positive Trampelpfade und einen schönen Tag!


Deine Sarah