Yoga in der CMD Therapie? Hilfe gegen Beschwerden und Verspannungen!

Aktualisiert: Nov 11




Heute zeige ich dir, wie wir den Yoga in der CMD-Therapie nutzen können, wie der Yoga dich allgemein fit hält und dein Energielevel anhebt – damit dein Lächeln auch von innen strahlt!

Zuerst ein bisschen Theorie zum Yoga. Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „etwas miteinander verbinden, in Einklang bringen.“ Du kannst es dir tatsächlich so vorstellen, dass der Yoga es schafft, deinen Geist und deinen Körper zu verbinden. Der Yoga ist bereits über 2.000 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten Wissenschaften der Welt. Doch was ist Yoga wirklich – Spiritualität? Sport? Eine ganzheitliche Gesundheitslehre? Eine Lebensphilosophie oder gar eine Wissenschaft? Er ist von allem etwas! Auch, wenn wir den Yoga meistens „nur“ mit Bewegung verbinden, kann er dir zu einer ganzheitlichen Gesundheit und einer tollen Lebenseinstellung verhelfen.

Die Lehre des Yoga geht auf die Schriften („Sutras“) des indischen Weisen Patanjali zurück. Darin ging es beileibe nicht um Fitness oder Körperkult, sondern um die Stärkung des Körpers und des Geistes. Ziel: über Meditation im Lotussitz zur Erleuchtung zu gelangen.

Dafür definierte Patanjali, der etwa um Christi Geburt gelebt hat, den achtgliedrigen Pfad. Keine Angst – du musst ihn weder auswendig lernen, noch in stundenlanger Meditation verharren. Aber ich möchte dir einmal erzählen, was dahintersteckt:

  • 1. Yama. Hier geht es um Moral, das richtige Verhalten in der Gesellschaft, vergleichbar mit unseren zehn Geboten: Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Respekt vor dem Eigentum anderer, Kontrolle unserer Begierden und Unbestechlichkeit.

  • 2. Niyama. In dieser Stufe ist Selbstdisziplin das Thema. Persönliche Lebensregeln werden aufgestellt und immer wieder die Hingabe an das spirituelle Studium bestärkt.

  • 3. Asana. Mit diesen Übungen werden Körperbeherrschung und Körpergefühl trainiert.

  • 4. Pranayama. Durch Atemtechniken lässt sich die Lebensenergie (Prana) kontrollieren und verstärken.

  • 5. Pratyahara. Damit ist die Fähigkeit gemeint, durch Meditation den Geist von der äußeren Welt nach innen zu lenken. Dabei werden äußere Reize beobachtet und losgelassen.

  • 6. Dharana. Die nächste Stufe ist die Konzentration ohne Ablenkung.

  • 7. Dhyana. Stundenlange Meditation. Dies erfordert langjährige Übung; tatsächlich trainieren das die Yogis in Indien schon von Kindheit an.

  • 8. Samadhi. Kontemplation/ Erleuchtung, also die Einheit mit dem Selbst, wobei alles Äußere unwichtig ist. Das erreichen aber auch nur die allerwenigsten Yogis.

Bevor du jetzt sagst: Das ist kompliziert und dafür habe ich gar nicht die Zeit – lass dir versichern: Wir können den Yoga auf unsere westliche Lebensweise herunterbrechen und anpassen. Yogastunden bestehen daher meist aus:

  • Körperübungen (Asanas)

  • Atemübungen (Pranayama)

  • Konzentration und Fokus (Meditation)

  • Entspannung und Regeneration (Shavasana)

Bereits in dieser verkürzten Form vereint Yoga Geist und Körper wie keine andere Bewegungslehre. Yoga kräftigt den gesamten Körper, dehnt ihn gleichzeitig und bringt Flexibilität in alle deine Gelenke, in deinen gesamten Bewegungsapparat. Ganz ohne „komische Verrenkungen“ oder Kopfstand zu können. Yoga ist einfach für jede*n geeignet. Und dabei geht es auch um keinen „Wettbewerb“, sondern ausschließlich um dich!

Diese Erfahrung habe ich selbst machen dürfen, deshalb möchte dir hier noch kurz erzählen, wie ich zum Yoga gekommen bin. Denn ich hatte mich zu meiner Studienzeit, im Fitnesscenter, total unter Druck gesetzt: Ich muss fit sein, die passende Figur haben, und ich habe mich ständig mit anderen verglichen. Kurz: Mein Ego hat über mich entschieden. Ich habe nicht mit oder für meinen Körper, sondern gegen ihn gearbeitet. Durch permanenten Stress und Selbstüberforderung habe ich genau das Gegenteil erreicht und mich erschöpft gefühlt.

Durch Yoga habe ich entdeckt, dass es auch anders geht. Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören und ihn als Geschenk zu betrachten. Egal, was andere auf der Matte schaffen. Yoga war für mich der „Gamechanger“ – Geduld, Körperwahrnehmung, Selbstliebe und Dankbarkeit habe ich darüber entdecken können. Ich habe mich auch geistig mit dem Yoga beschäftigt und festgestellt, dass Yoga nicht nur körperliche Fitness, sondern noch viel mehr für uns bereithält.

Das alles war dann auch der Auslöser, meine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin zu absolvieren. Und als Zahnärztin habe ich mich gefragt, wieso wir dieses Wissen nicht viel stärker nutzen? Denn Yoga ist wie keine andere Technik geeignet, positiv auf den Kiefer einzuwirken! Wenn du dich fragst, wie Yoga dir helfen kann, deinen Kiefer zu entspannen und Kieferbeschwerden zu lösen – hier sind die Antworten!


Vielleicht hast du es in meinem Artikel zu CMD schon gelesen – Auslöser für Kieferbeschwerden sind z. B.:


  • Stress

  • Blockaden, Verspannungen im Bewegungsapparat

  • Haltungsschäden

  • Statikprobleme

  • Verdauungsbeschwerden

  • Schlaflosigkeit und viele mehr.


Du siehst – über 80 Prozent aller Ursachen hast du selbst in der Hand. Also bist du auch in der Lage, aktiv etwas für dich zu tun. Yoga hilft dir, deinen Körper nicht nur stark zu machen, sondern auch, ihn zu entspannen. Atemübungen, Bewegung, Regeneration, Shavasana helfen dir dabei, deinen Geist zur Ruhe zu bringen und Stress zu reduzieren. Du verbesserst dein Körperbewusstsein und lernst zu erkennen, woher die Beschwerden kommen und gezielt dagegen vorzugehen. Auch ich habe im Laufe der Zeit viel mehr von meinem Körper kennen gelernt; ich habe Muskelgruppen wahrgenommen, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie habe!

Bestimmt hast du schon von den auf- und absteigenden Ketten gehört, dem Zusammenhang aller Gelenke im Körper? Das heißt nichts anderes, als dass beispielsweise Beschwerden in der Wirbelsäule oder der Hüfte zu Kieferbeschwerden führen können, aber auch umgekehrt. Löst du alle Blockaden im Körper, kann auch der Kiefer stabil und stark bleiben. Deshalb ist es auch so wichtig, nicht nur am Kiefer selbst zu therapieren, sondern die Ursachen zu finden. Gezielte Asanas können dich effektiv unterstützen, aber generell wirken sich alle Asanas positiv aus, weil der Yoga immer auch Nacken, Schulter und Kopfbereich trainiert. Dort sitzen die Verspannungen am häufigsten, die sich dann auf den Kauapparat auswirken, weil ein ganz enger räumlicher Zusammenhang besteht. Sehr wichtig für eine starke Kaumuskulatur ist auch eine gesunde Haltung. In meinem zahnärztlichen Alltag fällt mir immer wieder auf, dass insbesondere Patient*innen mit Kieferbeschwerden eine Körperhaltung haben, die deutlich verbessert werden sollte. Yoga verleiht uns eine sehr gute Körperhaltung – wenn wir ihn regelmäßig praktizieren.

Und noch etwas: Weil die Atemübungen die Bauchorgane aktivieren, die verschiedenen Asanas sich aber auch positiv auf das Magen-Darmsystem auswirken, wird auch die Verdauung optimiert. Denn eine schlechte Verdauung kann ebenfalls zu Kieferbeschwerden führen. Vor allem aber ist der Yoga ein ganzheitliches System, welches dich wieder ins Gleichgewicht bringt.

Wie du vielleicht weißt, bin ich nicht nur ein großer Yoga-Fan, sondern auch Ayurveda- Gesundheitsberaterin. Und weil ich mir mit der Zeit so ein umfangreiches Wissen angeeignet habe, das ich gerne weitergeben möchte, habe ich einen zwölfwöchigen Onlinekurs entwickelt. Er heißt Kieferbeschwerden ganzheitlich lösen und bietet dir eine Kombination aus Yoga, Ayurveda und mentalem Training. So findest du dort viele Yogavideos und „Asanas to Go“ für deinen Kiefer, erhältst aber auch Ernährungstipps für deine Zahngesundheit.


Merke dich doch einfach kostenlos und unverbindlich vor – der nächste Kurs startet im August. Bis dahin schau dir einfach weitere spannende Artikel zum Yoga im Blog an oder melde dich zum kostenlosen Webinar an.

Du siehst also, du musst kein Profi sein, sondern kannst einsteigen, wann du willst und wo immer du bist. Besonders zu Corona Zeiten brauchst du kein Fitnesscenter oder einen speziellen Raum. Nur die Matte und dich! Probier es einfach aus!

Wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich über deine Bewertung und deinen Kommentar. Hör auch gerne in die Podcastfolge zum Artikel rein.


Namaste!


Deine Sarah!