Mit Mentaltraining und dem richtigen Mindset Kieferschmerzen, Knirschen & CMD Beschwerden löse



Nichts ist so wirkungsvoll und effektiv in der Medizin wie das Mentale Training.


Genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Du hast sicher schon einmal vom Placebo-Effekt gehört. Wie sich dieser auf die Schmerzwahrnehmung und Schmerzausschaltung auswirkt, ist sehr spannend. In einer Studie wurde eine Gruppe unterteilt. Ein Teil der Gruppe bekam eine Kopfschmerztablette, der andere Teil der Gruppe eine Tablette, die kein Schmerzmedikament enthielt. Alle Teilnehmer gingen davon aus, dass sie ein Schmerzmedikament bekommen haben. In beiden Gruppen ist eine Schmerzausschaltung erfolgt.


Das zeigt, welchen enormen Einfluss deine Gedanken auf den Schmerz haben.

Ich habe auch ein Beispiel aus der Praxis: Bei Angstpatienten wird auch die stärkste Anästhesie nicht wirken, obwohl es medizinisch betrachtet eine Schmerzausschaltung geben müsste. Entspannte und angstfreie Patienten dagegen können oft eine unangenehme Behandlung auch ohne Betäubung nahezu schmerzfrei durchführen lassen.


Entscheidend ist die Gedankenwelt der Patienten - wie sie mit dem "Schmerz" und der Situation umgehen.

Es gibt Studien darüber, dass Menschen mit einer positiven Einstellung deutlich weniger krank werden und viel besser mit Stress und Krankheit umgehen können.


Je positiver deine innere Haltung ist, desto weniger anfällig bist du für chronische Schmerzen.

Was ist Schmerz überhaupt?

In der Medizin beschreiben wir einen Schmerz als ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, welches durch eine direkte Schädigung von Körpergeweben ausgelöst wird. Schmerzen stellen eine wichtige Warnfunktion für unseren Körper dar. Bei chronischen Schmerzen kommt es auch ohne direkte Schädigung von Geweben und Strukturen zu Schmerzen. Die wichtige Warnfunktion ist schlichtweg gestört und wir haben eine komplexere Situation vorliegen.


Wichtig zu wissen ist nämlich: Der Schmerz wird erst in deinem Gehirn überhaupt zum Schmerz.

Weil wir ihn dazu machen, wenn wir ihn als solchen benennen. Das bedeutet, dass deine Gedanken den Schmerz bestimmen. Der Schmerz wird durch deine Gedanken zu dem, was er ist. Natürlich ist Schmerz etwas, was du nicht haben willst. Das Paradoxe daran ist aber: Je mehr du den Schmerz ablehnst und je negativer deine Einstellung zum Schmerz ist, desto stärker wird er sich zeigen.

So ist die Funktion unseres Gehirns.


Ein kleines Gedankenexperiment dafür:

Beim Gedanken an eine Zitrone hast du ein Bild vor Augen und wahrscheinlich beginnt direkt ein vermehrter Speichelfluss. Daran siehst du, wie stark alleine deine Gedanken bestimmte Körperreaktionen auslösen können. Unabhängig davon, ob du wirklich in eine Zitrone beißt oder ob du es dir nur vorstellst.


Unser Gehirn arbeitet mit Assoziationen und verknüpft Situationen mit Gedanken, Gefühlen und eben auch mit Schmerz.

Durch die dauerhafte Konzentration auf den akuten Schmerz und die negative Bewertung dessen entstehen im Gehirn gefährliche Nervenverbindungen, die du dir wie „Trampelpfade“ vorstellen kannst.


Ständige Wiederholung und die negativen Emotionen zu dem Schmerz hinterlassen immer stärkere Spuren im Gehirn.

Die Trampelpfade werden breiter. Durch das Erleben von Schmerz in Alltagssituationen und das Verbinden mit Gedanken und Gefühlen, gerätst du beim nächsten Auftreten der entsprechenden Situation automatisch wieder auf deine "Schmerztrampelpfade". Das alte Muster wird gestartet, welches dir erneut den Schmerz signalisiert. Dabei ist es egal, ob die Schädigung noch vorhanden ist oder nicht. Diese „falschen“ Verknüpfungen und Rückkopplungen erinnern dich immer wieder an den Schmerz und er verselbständigt sich. So entsteht das Schmerzgedächtnis.


Wenn du nun schon lange unter Kieferbeschwerden leidest, dann hast du vermutlich schon über einen großen Zeitraum durch viele Wiederholungen Nervenbahnen und Verknüpfungen geschaffen, die dich immer wieder mit deinem Schmerz in Verbindung bringen.


Das Positive ist, dass diese sogenannte Neuroplastizität (Vernetzungen im Gehirn) auch in die umgekehrte Richtung funktioniert.


Alte Assoziationen und Nervenbahnen können überschrieben werden und neue positive Pfade im Gehirn werden geformt.


So bekommen wir Linderung und können unseren Heilungserfolg in starten.

Und wie funktioniert das jetzt?


Das funktioniert, in dem wir mit deinem Unterbewusstsein zusammenarbeiten.

Um das Unterbewusstsein zu erklären hat Jonathan Haidt, ein amerikanischer Professor der Psychologie, dazu eine Metapher mit einem Elefanten und seinem Reiter benutzt. Der bewusste Verstand ist dabei der kleine Reiter und der große Elefant stellt das Unterbewusstsein dar. Unser Unterbewusstsein, der Elefant ist viel stärker und machtvoller als unser Verstand, der kleine Reiter.


90% all deiner Entscheidungen, Gedanken und Gefühle laufen unterbewusst ab. Nur 10% können bewusst angesteuert werden.

Dein Unterbewusstsein möchte dich schützen vor Schmerzen und Enttäuschungen und entwickelt deshalb schnell Glaubenssätze.


"Doch bitte glaube nicht alles, was du dir selbst erzählst!"

Deine Gedankenwelt, die sich in deinem Kopf gebildet hat ist geprägt von all deinen Glaubenssätzen, Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Handlungen und Ergebnissen und hat sich über viele Jahre verankert. Das kann dich daran hindern verschiedene Dinge in Angriff zu nehmen oder bestimmte Entscheidungen zu treffen und hat möglicherweise negative Auswirkungen auf dein Leben.

Vielleicht hast du auch in Bezug auf die Craniomandibuläre Dysfunktion und deine Beschwerden negative Glaubenssätze entwickelt.


Beispielsweise, dass bei dir alles ausweglos ist, dass du deine Beschwerden sowieso nie mehr loswerden kannst, dass dir keiner helfen kann oder dass du damit leben musst.


Diese negativen Glaubenssätze stehen dir nicht nur im Weg und erhöhen deine Schmerzwahrnehmung - körperliche Prozesse werden in Gang gesetzt, die Ausschüttung von Stresshormonen und bestimmter Botenstoffe wird aktiviert. Sondern deine Glaubenssätze stören auch deinen Heilungserfolg und müssen dringend auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.


Du kannst dieses Wissen nun nutzen, um mit deinem Unterbewusstsein zusammen zu arbeiten. Du kannst es schaffen, neue Glaubenssätze und Nervenbahnen zu formen, um langfristig deine Schmerzen zu lösen. Wichtig ist dabei, dass du geduldig bist. Erwarte keine Spontanheilung über Nacht, sondern sei dir bewusst, dass das Ganze Zeit, Routine und Übung braucht.


Überschreibe alte Trampelpfade und knüpfe neue Nervenbahnen.

Das kannst du schaffen, indem du das Mentale Training für dich nutzt.

Spitzensportler nutzen inzwischen häufig die Visualisierung sehr erfolgreich und effektiv. Sie gehen ihren Wettkampf in Gedanken durch, führen sich den gewünschten Erfolg bildlich vor Augen und erzielen damit Bestleistungen.

Du kannst Affirmationen und Meditationen nutzen, die dich auf deiner Reise unterstützen. Es bedarf dabei an regelmäßiger Wiederholung und Übung, ähnlich wie beim Training eines Muskels.


Wenn du das Mentale Training erst einmal beherrschst, dann ist es nicht nur auf deine Schmerzbekämpfung, sondern auch auf alle anderen Lebensbereiche anwendbar!

Wenn du bereits jetzt eine Mentalübung ausprobieren möchtest, dann habe ich dir im kostenlosen Anti-Knirsch-Guide eine zusätzliche Meditation zu Verfügung gestellt. Lade dir beides gerne herunter.

Derzeit läuft mein Kieferbalance Kurs, in dem ich meinen TeilnehmerInnen dabei helfe, ihren Körper, Kiefer und Geist in die Balance zu bringen. Wenn das auch für dich interessant ist, kannst du dich gerne hier schon auf die Warteliste für den nächsten Kieferbalance Kurs eintragen, sodass du den Start nicht verpasst!


Wenn du weitere Fragen hast, dann schreibe mir gerne eine Email oder besuche mich auf Instagram unter @balanceyoursmile.


Alles Liebe


Deine Sarah